Für geringwertige Wirtschaftsgüter gelten ab 2018 höhere Schwellenwerte. Auch Arbeitnehmer profitieren beim Werbungskostenabzug.

 

Ab 2018 gilt eine neue Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 800 EUR. Nichtselbstständig Tätige können Arbeitsmittel bis zu diesem Betrag sofort bei der Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. Ein steuerfreier Arbeitgeberersatz ist jedoch ausgeschlossen.

Bisher konnten Wirtschaftsgüter im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Werbungskosten abgesetzt werden, wenn deren Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer den Betrag von 410 EUR nicht übersteigen.

 

Das ändert sich ab 1.1.2018

Zukünftig ist eine Sofortabschreibung für Anschaffungen bis zu 800 EUR möglich. Die Grenze wird also fast verdoppelt. Weil es sich unverändert um eine Nettogrenze handelt, ergibt sich für den sofortigen Werbungskostenabzug im Jahr der Anschaffung eine Betragsgrenze von 952 EUR (800 EUR zuzüglich 19 % Umsatzsteuer).

Ein steuerfreier Arbeitgeberersatz für Arbeitsmittel bleibt weiterhin ausgeschlossen. Leistungen des Arbeitgebers, mit denen er Werbungskosten von Mitarbeitern ersetzt, sind steuer- und beitragspflichtig, soweit nicht durch eine ausdrückliche gesetzliche Regelung Steuerfreiheit angeordnet ist. Für Arbeitgeber bieten sich jedoch alternative Gestaltungsmöglichkeiten, wie die steuerfreie Überlassung betrieblicher Datenverarbeitungsgeräte und die Ausnutzung der 44-EUR-Sachbezugsfreigrenze.

 

 

 

Inkrafttreten

Die neue Wertgrenze findet erstmals bei Wirtschaftsgütern Anwendung, die nach dem 31.12.2017 angeschafft werden und wirkt sich damit frühestens bei der Steuererklärung für 2018 aus.